#3 Krieg und Krise. Wann werden wir wach?
Shownotes
Tausende Kilometer entfernt herrscht Krieg im Iran. Und in Deutschland explodieren die Benzinpreise, weil eine wichtige Öllieferroute blockiert ist. Wie lange wollen wir noch in Abhängigkeit von fossilen Energien leben? Fossile Energien sind ein unkalkulierbares Preis- und Sicherheitsrisiko und sie treiben die Aufheizung des Klimas voran. Was passiert, wenn kritische Schwellen überschritten werden? Ist unser Planet grenzenlos?
Am Ende verdichten sich alle Krisen zu einer Frage: Was muss noch passieren, damit wir endlich wach werden und aus den Katastrophen lernen?
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00:00:00: Enkel Leonhard Hallo Opa.
00:00:01: R. Büchl Hallo Leonhard.
00:00:03: Enkel Leonhard Schön, dass wir uns mal wieder getroffen haben zu einer weiteren Podcastaufnahme.
00:00:07: Enkel Leonhard Nun Folge 3.
00:00:08: R. Büchl Ja, so schnell geht's.
00:00:10: R. Büchl Kann mich erinnern, als wir mit der ersten gestartet sind.
00:00:13: R. Büchl Jetzt sind wir bereits bei der Dritten und du hast ja zu mir gesagt, wir sollten möglichst bald die Dritte nach der zweiten machen, weil es Endlungen gibt, die dich interessieren oder wo bei dir Fragen aufkommen.
00:00:22: R. Büchl Und deshalb sitzen wir heute schon wieder zusammen und diskutieren.
00:00:25: Enkel Leonhard Gutes Stichwort.
00:00:27: Enkel Leonhard Die Entwicklungen, die mich interessieren, sind der aktuelle Krieg im Iran.
00:00:30: Enkel Leonhard Am Samstag, den 28.2.
00:00:33: Enkel Leonhard haben die Amerikaner mit Hilfe der Israelis den Iran angegriffen und somit auch einen Handelskrieg losgetreten, weil nämlich die Iraner die Öllieferungen blockiert haben an dieser Zufahrtsstraße.
00:00:46: Enkel Leonhard Dadurch haben wir eine kleine Energiekrise an den Tankstellen.
00:00:49: Enkel Leonhard Zwei Tage später hatten wir schon über 20% Preissteigerung teilweise an manchen Tankstellen fürs Benzin.
00:00:55: Enkel Leonhard Das ist natürlich schon immens hoch.
00:00:57: Enkel Leonhard Da merkt man mal wieder, wie in so kleinen Energiekrisen, wie abhängig wir eigentlich noch sind von fossilen Rohstoffen.
00:01:04: R. Büchl Ja, die Frage ist für mich, was bei uns noch alles passieren muss rund um den Globus, damit wir endlich wach werden und aus diesen Katastrophen lernen und viel stärker an unseren
00:01:15: R. Büchl Abhängigkeiten arbeiten.
00:01:16: R. Büchl Das, was du jetzt angesprochen hast, das ist erstmal die wirtschaftliche Auswirkung von so einem dramatischen Krieg, der sich dort leider abspielt und wo aber eine Region betroffen ist, aus der nicht wenig fossile Energien in die Welt gehen.
00:01:29: R. Büchl Und die Abhängigkeiten werden jetzt sichtbar, weil wir diese Energieträger brauchen, heute noch leider zum größten Teil, um unseren Strom, unsere Wärme und unsere Mobilität mit Energie zu versorgen.
00:01:41: R. Büchl Die Frage ist, wie lange
00:01:44: R. Büchl wollen wir in diesen Abhängigkeiten leben?
00:01:46: R. Büchl Denn der Effekt, den wir haben, wenn wir fossile Energien nutzen, wir haben ja beim letzten Mal sehr intensiv über die Auswirkungen auf das Weltklima, auf unser Treibhaus gesprochen, merken wir jetzt, es gibt noch Nebeneffekte, die mindestens genauso wichtig sind.
00:02:01: R. Büchl Und zwar zum einen ist die Versorgungssicherheit nicht gewährleistet bei dem System, das wir über Jahrzehnte, nicht die letzten 100 Jahre, aufgebaut haben, wo wir uns billigst aus allen Ecken der Welt
00:02:14: R. Büchl mit Energie versorgt haben.
00:02:15: R. Büchl Das Zweite ist, und das wird jetzt auch sehr schnell deutlich, dass wir uns nicht zurücklehnen dürfen und sagen, wir kaufen immer dort das billigste Gas bei den Russen oder das billigste Öl von den OPEC-Staaten oder irgendwoher, sondern dass die ganzen Dinge mit einem unkalkulierten Kostenrisiko verbunden sind.
00:02:31: R. Büchl Und das merken wir jetzt, wie schnell das gehen kann, wenn Engpässe entstehen.
00:02:34: R. Büchl Und der dritte Punkt, den man nicht aus dem Auge verlieren darf, ist, dass mit dieser Methodik, mit der wir uns bisher mit Energie versorgt haben,
00:02:41: R. Büchl dass wir damit natürlich permanent das Klima umwerfen, so wie wir es im letzten Podcast beschrieben haben.
00:02:46: Enkel Leonhard Da gebe ich dir vollkommen recht.
00:02:48: Enkel Leonhard Wir haben ja das letzte Mal über Klimagase auch gesprochen und dabei ist ja eigentlich das bekannteste Klimagas CO2, was ja auch mit am meisten ausgeschüttet wird bei Verbrennung von diesen fossilen Rohstoffen und Energieträgern.
00:03:00: Enkel Leonhard Auf der anderen Seite, die ganzen Schiffe, die unser Öl eigentlich zu uns nach Deutschland bringen, die müssen ja auch irgendwie betankt werden.
00:03:08: Enkel Leonhard Und allein das da ist ja schon ein gewaltiger Klimagasausstoß, bis das Öl bei uns ankommt, damit wir daraus Energie, Strom, Wärme erzeugen können oder auch unsere Autos betanken können.
00:03:19: Enkel Leonhard Ich finde, da gibt es ja alternative Technologien auch noch.
00:03:22: Enkel Leonhard Aber ich glaube, über Elektroautos oder andere Mobilitätsenergien, das ist ja ein so großes Thema auch in der Gesellschaft.
00:03:30: Enkel Leonhard Da können wir gerne noch mal in einem anderen Podcast drüber reden.
00:03:33: Enkel Leonhard Jetzt ist meine Frage eher, wie schaut es denn eigentlich aus bei uns in Deutschland?
00:03:37: Enkel Leonhard Sind wir abhängig von diesen fossilen Energien oder wie schaut unser Strommix aus, unser Wärmemix?
00:03:42: Enkel Leonhard Was kannst du da dazu sagen?
00:03:44: R. Büchl Ja, es gibt ja 3 große Sektoren, in denen die Energie verbraucht wird.
00:03:49: R. Büchl Das ist zum einen natürlich das Thema Strom.
00:03:52: R. Büchl Das geht los beim einzelnen Haushalt, damit ein Lämpchen brennt und wir hier nicht im Dunkeln sitzen.
00:03:58: R. Büchl Der gleiche Strom muss aber auch die Förderbänder bei Audi betreiben.
00:04:02: R. Büchl damit hier Autos produziert werden können, nur um 2 Extrembeispiele zu nennen.
00:04:07: R. Büchl Das heißt, wir haben eigentlich keinen Bereich in unserer industrialisierten Gesellschaft, wo nicht Strom verbraucht wird.
00:04:13: R. Büchl Der zweite große Block, das ist das Thema Wärme, angefangen wiederum beim Haushalt.
00:04:19: R. Büchl Jedes Haus, jede Wohnung muss geheizt werden, zumindest bei uns im Winter.
00:04:23: R. Büchl Wir brauchen die Wärme aber auch in riesigen Mengen in industriellen Prozessen, angefangen von der Chemieindustrie bis zur Stahlindustrie,
00:04:31: R. Büchl kann uns ja vorstellen, wenn Erz geschmolzen werden muss oder Stahl geschmolzen wird, was da an Energie verbraucht wird.
00:04:37: R. Büchl Das ist der Wärmeblock.
00:04:38: R. Büchl Und dann gibt es den dritten Block.
00:04:40: R. Büchl Das ist das, wo wir in Deutschland mit am liebsten auch diskutieren.
00:04:45: R. Büchl Das ist die Mobilität, weil wir halt Automobilland sind, weil wir durch das Auto auch groß, stark industriell, auch reich geworden sind und jetzt in einer Phase, über die wir uns nochmal unterhalten wollen, in einer schwierigen Phase sind.
00:04:58: R. Büchl weil die Mobilität der Vergangenheit, nämlich Betrieben mit diesem fossilen Öl, auf Dauer keine Zukunft haben wird, weil sie es nicht haben darf.
00:05:06: R. Büchl Und auch in diesem Bereich der Mobilität muss man auch mal splitten, geht los beim einzelnen Haushalt.
00:05:12: R. Büchl Jeder will mobil sein.
00:05:14: R. Büchl Wir haben heute eine hohe Dichte
00:05:16: R. Büchl zumindest bei uns in Deutschland, an Autos.
00:05:18: R. Büchl Aber es ist nicht bloß die private Mobilität, sondern ist auch die industrielle Mobilität, die ganze Logistik, die Warentransporte.
00:05:24: R. Büchl Oder wenn du die Firma anschaust, in der dein Papa und deine Tante heute tätig sind, nämlich die Büchel Entsorgungswirtschaft, was dort allein an LKWs laufen, die jeden Tag Abfälle transportieren und damit natürlich Energie verbrauchen und mit Dieselfahrzeugen auch nach wie vor zum großen Teil CO2 erzeugen.
00:05:42: R. Büchl Und das sind die 3 großen Blöcke.
00:05:44: R. Büchl Und da haben wir in Deutschland eine Situation, wo wir im Strom uns sehr gut entwickelt haben in den letzten Jahren.
00:05:49: R. Büchl Wir sind jetzt so in der Größenordnung von 60 Prozent regenerativ, das heißt sehr viel.
00:05:54: R. Büchl Und der regenerative Strom, der kann erzeugt werden aus.
00:05:58: R. Büchl Weißt du sicher.
00:05:58: Enkel Leonhard Das bekannteste ist die Windkraft, die ja bei uns in Bayern erst verpönt war, aber mittlerweile haben wir es ja auch.
00:06:04: Enkel Leonhard Oder auch PV-Anlagen, die dadurch den Strom erzeugen, aber auch natürlich Wasserkraft.
00:06:10: Enkel Leonhard Werke, die wir haben es jetzt nicht so ganz, aber wenn man weiter in den Norden geht, zum Beispiel Norwegen oder sowas, die nutzen es ganz massiv, um hier ihren Strom zu gewinnen.
00:06:19: Enkel Leonhard Das Problem an diesen erneuerbaren Energien ist vor allem an PV-Anlagen, dass in der Nacht die Sonne nicht scheint, wo der meiste Strom verbraucht wird und wir da noch leider noch wenig oder bis gar keine Speichertechnologie haben, die langfristig, aber auch über den Tag speichert.
00:06:33: R. Büchl Ich glaube, das ist gut, das geht aber fast für alle regenerativen Energien und trotz dieser Problematik
00:06:39: R. Büchl sind wir bei fast 60 Prozent regenerativ schon gelandet.
00:06:42: R. Büchl Es wird auch noch Strom erzeugt aus Biogas, zum Beispiel.
00:06:45: R. Büchl Da haben wir zum Beispiel eine 24-Stunden-Erzeugung, weil wir das Biogas, das wir aus natürlichen Stoffen, wie zum Beispiel aus dem Bioabfall der Stadt Ingolstadt, erzeugen, das können wir in Gastanks speichern und können es dann in Strom umwandeln, wenn der Strom gebraucht wird.
00:07:00: R. Büchl Also, es gibt technische Ansätze, da sind wir überall noch am Anfang, aber nicht hoffnungslos, weil es gedacht auf alle Fälle die Lösungen der Zukunft gibt.
00:07:08: R. Büchl Wir müssen nur mit Vollgas entwickeln und arbeiten, dass es rund wird, dass die Leitungen zur Stromerzeugung passen, dass die Speicher zur Stromerzeugung und Stromabnahme passen.
00:07:18: R. Büchl Dann schaffen wir das auf alle Fälle.
00:07:20: R. Büchl Aber Strom ist erstmal der Vorzeige, Energiebereich.
00:07:23: R. Büchl Dann im Heizungsbereich sind wir noch nicht mal bei 20 Prozent.
00:07:27: R. Büchl Also da haben wir noch sehr viel zu tun.
00:07:28: R. Büchl Vielleicht reden wir gleich anschließend mal über das Heizungsgesetz, das gerade wieder diskutiert wird.
00:07:32: R. Büchl Und wo wir ganz schlecht ausschauen, ist leider die Mobilität.
00:07:36: R. Büchl Da liegen wir nämlich noch einiges unter 10% regenerativ.
00:07:39: R. Büchl Das heißt, und du siehst ja, geht los bei den PKWs.
00:07:42: R. Büchl Wir haben zwar einen zunehmenden Anteil an E-Fahrzeugen, aber der Löwenanteil in der Mobilität besteht heute aus fossilen Energieträgern und deshalb liegen wir dort noch unter 10% und stagnieren.
00:07:54: R. Büchl Seit 10 Jahren etwa geht auch nichts Großartiges vorwärts.
00:07:58: R. Büchl Also, da haben wir ein Riesenfeld, das zu beackern ist.
00:08:01: R. Büchl Und so schaut Deutschland etwa aus.
00:08:03: R. Büchl Das ist die große Hausaufgabe, die wir zu erledigen haben.
00:08:05: R. Büchl das Positive im Strom haben wir schon mal gezeigt, wenn wir wollen, dann geht relativ schnell relativ viel und ich glaub, das ging auch in den anderen Bereichen, wie zum Beispiel auch beim Heizen.
00:08:15: Enkel Leonhard Klar, also im Strom, da ist auch der Staat ganz groß dabei und Vorantreiber gewesen und man muss das auch wirklich unserer Vorgängerregierung zuschreiben, die ja da nochmal massivst den Ausbau gefördert haben von Strom und ich find eigentlich
00:08:30: Enkel Leonhard So nachhaltigen grünen Strom ist ja eigentlich das Billigste, was es gibt.
00:08:34: Enkel Leonhard Weil wenn man schaut, die Sonne scheint gratis, also man muss nichts dafür zahlen.
00:08:38: Enkel Leonhard Man muss eigentlich nur dafür zahlen, dass man die Anlagen besitzt, die die Energie wieder in Strom umwandeln.
00:08:43: Enkel Leonhard Oder bei Windkraft ist ja das Gleiche.
00:08:46: Enkel Leonhard Also der Wind, der weht, ob man jetzt daraus Strom macht oder nicht.
00:08:49: Enkel Leonhard Also wir, wir brauchen dafür keine, nicht so wie bei Öl oder Gas, müssen wir ja nicht das Gas erst mal bezahlen, bevor wir das verbrennen können, sondern haben es eigentlich
00:08:59: Enkel Leonhard kostenlos vor der Haustür, was natürlich ein Riesenvorteil ist und das natürlich auch wesentlich billiger ist.
00:09:04: R. Büchl Aber wir müssen natürlich erstmal in Andachen investieren.
00:09:07: R. Büchl Das ist der große Unterschied.
00:09:09: R. Büchl Wenn ich fossil kaufe, dann kaufe ich das Öl, kaufe ich das Gas und bin abhängig von den Weltmärkten, wo ich viel zahle, wenig zahle.
00:09:16: R. Büchl Ich komme gleich noch drauf, dass ich einschätze, dass da in die Zukunft und nicht in allzu Ferne, auch ohne Krieg, eine unglaubliche Preissteigerung auf uns zukommen wird.
00:09:25: R. Büchl Und auf der anderen Seite, wir haben gerade über das tolle Beispiel Strom gesprochen, da schlage ich jetzt mal schnell die Brückung zur Heizung.
00:09:31: R. Büchl Gerade wird ja wieder das Heizungsgesetz diskutiert.
00:09:34: R. Büchl Aus meiner Sicht bräuchten wir gar kein Heizungsgesetz.
00:09:37: R. Büchl Man müsste einfach mal den Bürgern nur vorrechnen, wie die Rechnung in den letzten 10, 20 Jahren voraussichtlich ausschauen wird.
00:09:44: R. Büchl Und da sind wir im Heizungsbereich in einem Punkt.
00:09:47: R. Büchl Wenn du zum Beispiel, du weißt, ihr habt eine Wärmepumpe, wir haben eine Wärmepumpe, die Wärmepumpe läuft, die braucht schon nur ein Drittel der Energie,
00:09:54: R. Büchl um das Haus zu heizen, weil 2 Drittel kommen zusätzlich kostenlos aus der warmen Luft, aus der die Wärmepumpe die Energie zieht und sie wird mit Strom betrieben.
00:10:05: R. Büchl Jetzt, wenn du dein Haus noch kombinierst mit der PV-Anlage, natürlich im Winter relativ wenig Sonne, da haben wir wieder das Sommer-Winter-Thema, aber unterm Strich ist es so, dass die Häuser, die mit Wärmepumpe heizen, die heizen mit Strom.
00:10:18: R. Büchl Und zwar mit einem sehr effizienten, weil sie eben Faktor 1 zu 3 haben.
00:10:22: R. Büchl Du steckst ein Kilowattstunde rein, holst 3 Kilowattstunden Heizenergie aus dem Ganzen raus.
00:10:27: R. Büchl Und nachdem wir schon bei 60% regenerativ sind und die Kurve immer noch schnell nach oben geht, werden alle, die Wärmepumpen betreiben, in absehbarer Zeit komplett regenerativ.
00:10:39: R. Büchl Das heißt, nachhaltig auch klimatechnisch nachhaltig unterwegs sein.
00:10:42: R. Büchl Und das Zweite, die investieren jetzt einmal in die Anlage.
00:10:45: R. Büchl müssen sich aber nicht mehr beschäftigen, ob irgendwo ein Suezkanal zu ist oder die Straße von Holmus gesperrt ist oder irgendwo ein Krieg in Bereichen, wo Erdöl erzeugt wird, weil wir völlig unabhängig sind von diesen Entwicklungen.
00:10:58: R. Büchl Und das ist mit ein Musterbeispiel momentan, so tragisch das ist, wo nochmal ganz deutlich wird, wir bräuchten eigentlich kein Heizungsgesetz.
00:11:05: R. Büchl Man müsste einfach die Argumente mal aufführen und die Risiken, die verbunden sind mit fossilen Heizungen, Öl, Gas
00:11:13: R. Büchl Und die Chancen, die verbunden sind mit zukünftigen nicht fossilen Heizungen, wie zum Beispiel Wärmepumpe.
00:11:18: R. Büchl Es ist nicht bloß die Wärmepumpe, das können auch Hackschnitzelheizungen oder Ähnliches sein.
00:11:22: R. Büchl Aber für einen Normalhaushalt ist momentan, sagen wir mal, die Technik der Wahl eigentlich die Wärmepumpe mit all diesen positiven Nebeneffekten, die wir haben.
00:11:30: R. Büchl Ob wir da über Gesetze, über hunderte von Seiten, wieder klein klein vorschreiben und beschreiben müssen, was zu tun ist, anstatt dass die Leute, die jetzt investieren, einfach mal die Fakten, die
00:11:41: R. Büchl Informationen bekommen und für sich selbst das Risiko abschätzen wollen, ob sie jetzt investieren in eine Technologie der Zukunft oder ein paar Euro weniger vielleicht ausgeben noch für eine alte Ölheizung in Anführungszeichen Technologie, aber in kurzer Zeit das völlig überholt wird von nicht kalkulierbaren Preisrisiken, die auf uns zukommen.
00:12:01: Enkel Leonhard Ja, also da gebe ich dir vollkommen recht.
00:12:04: Enkel Leonhard Es gibt ja auch Fernwärme oder sowas.
00:12:06: Enkel Leonhard Also da gibt es Lösungen, die sind wesentlich preisgünstiger.
00:12:09: R. Büchl Die muss natürlich auch regenerativ erzeugt werden, sonst haben wir nicht viel gewonnen, wenn die Fernwärme mit Erdöl hergestellt wird.
00:12:15: Enkel Leonhard Ja, aber wenn man, ich denk eher so an Müllverbrennungsanlagen, wo der Müll, der wird da verbrannt und das passiert auch so, ohne dass man Wärme an uns abgibt als Bürger.
00:12:24: Enkel Leonhard Aber da geb ich dir vollkommen recht, diese Kalkulationen müssen auf jeden Fall getätigt werden.
00:12:29: Enkel Leonhard Manche haben vielleicht nicht den langfristigen Blick oder sagen: "Ja, also jetzt habe ich noch die Tanks im Keller." Ob ich mir jetzt da, also da gibt es viele verschiedene Gründe, warum man denn nicht investiert.
00:12:40: Enkel Leonhard Oder man vertraut halt einfach noch nicht der neuen Technologie.
00:12:43: Enkel Leonhard Vor 10 Jahren oder sowas war ja die Technologie der Wärmepumpe nicht so weit fortschrittlich wie bei uns jetzt.
00:12:50: Enkel Leonhard Es ist das Gleiche wie mit der PV-Anlage.
00:12:52: Enkel Leonhard Die sind ja jetzt halt viel kosteneffizienter und bringen viel mehr Strom als vor 10 Jahren.
00:12:57: Enkel Leonhard Und durch das, dass es so eine neue Technologie ist, glaube ich, ist die Vertrauenssache in die neue Technologie noch nicht.
00:13:03: R. Büchl Also da würde ich dir widersprechen, dann ist es nur eine Frage der Aufklärung, weil ich behaupte jetzt mal, jede Technik wird ständig weiterentwickelt.
00:13:10: R. Büchl Schau, das Auto der
00:13:10: R. Büchl letzten 100 Jahren an.
00:13:12: R. Büchl Aber das Auto fährt und ist vor 50 Jahren gefahren und die Wärmepumpe heizt heute und heizt in 10 und in 20 Jahren.
00:13:19: R. Büchl Aber jetzt bei der Wärmepumpe ist der Vorteil, die hat sich so rasant entwickelt.
00:13:23: R. Büchl Es gibt nicht bloß einen, sondern eine Handvoll oder mehr Anbieter, die alle seriös sind und das sind ausgereifte Technologien, die jetzt seit vielen Jahren laufen und ich seh's ja bei mir jetzt, ich hab die meine jetzt 45 Jahre, hab ich Wärmepumpen im Einsatz ohne jedes Problem.
00:13:37: R. Büchl Da kann keiner mehr sagen, ich warte mal ab, ob die Technologie
00:13:40: R. Büchl besser wird, ist überhaupt kein Vergleich dazu, dass er sagt, und deshalb investiere ich noch mal in eine Ölheizung, weil die Ölheizung funktioniert.
00:13:47: R. Büchl Aber das Risiko ist völlig unkalkulierbar, das auf einen zukommt.
00:13:51: R. Büchl Und wenn wir mal zu dem Preis unabhängig von einem Krieg im Iran, wir haben ja sogenannte CO2-Abgabe auch schon in Deutschland, die liegt so bei 5560 65€, das ändert sich immer ein bisschen Anpassungen, aber so im Großen und Ganzen, das macht momentan etwa 0,20€ pro Liter Heizöl aus.
00:14:08: R. Büchl Es gibt aber Hochrechnungen, zum Beispiel vom Umweltbundesamt.
00:14:11: R. Büchl Wenn man die echten CO2-Kosten, Folgekosten, die aus diesen Emissionen, zum Beispiel aus Heizöl, entstehen, was eine Tonne an Schäden produziert, wenn man die umlegen würde, dann müsste man heute, wenn man nur die aktuellen abdecken möchte, etwa 300 Euro pro Tonne berechnen.
00:14:28: R. Büchl Und es gibt auch Berechnungen, auch vom Umweltbundesamt.
00:14:31: R. Büchl Wenn man langfristig sozusagen die Schäden, die wir heute produzieren und die dann irgendwann dicht treffen, wenn man die mit einkalkulieren würde,
00:14:38: R. Büchl Dann liegen die sogar in Größenordnung von 800 bis 900 Euro.
00:14:41: R. Büchl Heißt aber, 80 Cent bis über 2 Euro CO2-Aufschlag.
00:14:46: R. Büchl Kosten, die verbunden sind mit Heizöl in die Luft blasen oder verheizen, die nur nicht heute eingerechnet werden.
00:14:53: R. Büchl Aber mit jedem Schaden, der neu entsteht, wird die Politik unter Druck kommen, diese Kosten auf die umzulegen, die das verursachen und nicht die Allgemeinheit die Schäden ständig übernehmen lassen, die von denen verursacht werden,
00:15:04: R. Büchl Die eben noch mit diesen schädlichen fossilen Energieträgern arbeiten.
00:15:08: R. Büchl Das gilt nicht bloß für Heizung, gilt natürlich auch für Stromerzeugung, gilt genauso für die Mobilität künftig.
00:15:13: R. Büchl Ich glaube auch, dass irgendwann Benzin so unattraktiv teuer wird, dass es keine Überlegung mehr ist, ob man noch ein Benzinauto fährt oder ein Dieselauto.
00:15:21: R. Büchl Oder zum Beispiel ein Elektrofahrzeug.
00:15:22: Enkel Leonhard Da gebe ich dir vollkommen recht.
00:15:23: Enkel Leonhard Wir sind ja bei 20% von erneuerbaren Energien bei der Heizung.
00:15:28: Enkel Leonhard Und ich denke halt daran, dass die anderen 80% zum Großteil damit erklärbar sind, dass es noch Altheizungen von Bestandshäusern sind.
00:15:35: Enkel Leonhard Und solange die Heizung.
00:15:37: Enkel Leonhard nicht kaputt ist, sieht man als Verbraucher, glaube ich, keinen Grund, warum man jetzt sagt, ich kaufe mir jetzt eine neue Wärmepumpe, obwohl meine alte Heizung eigentlich noch voll in Ordnung ist.
00:15:45: R. Büchl Ja, gut, dass du das ansprichst.
00:15:46: Enkel Leonhard Das ist der zweite Punkt.
00:15:47: R. Büchl Also muss man ganz klar sagen, wenn wir heute reden über Heizungsalternativen, dann gilt es für die, die die Heizung ersetzen müssen, weil sie kaputt ist oder zu alt ist und sowieso ersetzt werden muss oder natürlich für Neubauten.
00:16:00: R. Büchl Und was ich auch sagen wir schon dazu sagen möchte, dass es nicht so ausschaut, als gibt es nur Wärmepumpe,
00:16:05: R. Büchl Es wird auch Fernnetze geben oder es kann sein, aber es ist heute ganz schwer zu kalkulieren und ich würde mich als Privater erstmal nicht drauf verlassen, wenn ich jetzt investieren müsste, dass irgendwann in 15 oder 20 Jahren Gasnetze aus regenerativem Gas bestehen und man dann Gasheizungen betreiben kann, zum Beispiel die klimaneutral sind.
00:16:24: R. Büchl Da sind wir aber noch ganz weit weg, weil heute dieses Gas, das wir da künstlich erzeugen müssen, so exorbitant teuer ist.
00:16:31: R. Büchl und in so geringen Mengen erst erzeugt werden könnte, dass es für mich keine Lösung für die nächsten 15 oder 15 Jahre ist.
00:16:37: R. Büchl Und da muss aber was passieren in der Zeit, wenn ich dir in die Augen schaue, weil wir sonst, du erinnerst dich an den Asteroiden von letzter Woche, weil wir sonst eben immer näher an die Katastrophe laufen und Dinge nicht nutzen, die wir heute nutzen könnten.
00:16:50: R. Büchl Und das ist eben im Heizungsbereich eine Technologie, die jeder in seinem Haus oder vor allem auch in Mietshäusern eingebaut werden kann.
00:16:57: R. Büchl Und damit haben die Mieter den gleichen Vorteil wie die Besitzer von Häusern, dass sie nicht in unkalkulierbare Kostenrisiken reinlaufen, die mit dem Klimawandel oder mit Weltveränderungen verbunden sind.
00:17:07: Enkel Leonhard Ja, da gebe ich dir vollkommen recht.
00:17:09: Enkel Leonhard Jetzt haben wir gerade angesprochen, Grenzen vom Klimawandel.
00:17:12: Enkel Leonhard Wir haben ja seit, glaube ich, über 100 Jahren machen wir ja das schon, künstliches Klima aufheizen mit Klimagasen.
00:17:18: Enkel Leonhard Da wollte ich dich fragen, gibt es da irgendwelche Anzeichen, sowas wie Kipppunkte, habe ich mal gehört, die wir jetzt schon überschritten haben oder die wir in naher Zukunft überschreiten werden oder allgemein
00:17:27: Enkel Leonhard Einmal eine Erklärung für Kipppunkte.
00:17:29: R. Büchl Also, es ist sicher gut, Leonhard, wenn wir nicht bloß jetzt über aktuell Krieg und Preis und Kosten reden, sondern nochmal über dein ganz persönliches Thema, nämlich die Klimazukunft.
00:17:39: R. Büchl Und da ist es gut, dass wir nochmal drüber reden.
00:17:41: R. Büchl Wir haben beim letzten Mal ein Kipppunktthema beispielhaft angesprochen.
00:17:44: R. Büchl Das sind diese Permafrostflächen, die auftauen, aufheizen, wieder auftauen, wieder aufheizen.
00:17:50: R. Büchl Das ist ein Beispiel und mich haben jetzt in der Zwischenzeit ein paar angesprochen, die Rede von Kipppunkten
00:17:55: R. Büchl Sollte man die nicht mal erklären?
00:17:57: R. Büchl Deshalb gehe ich gerne auch nochmal auf das Thema Kipppunkte ein.
00:18:00: R. Büchl Ich glaube, ich habe es dir schon mal erzählt.
00:18:01: R. Büchl Ich war mal mit einer Schwester zusammengesessen und da haben wir Bauernroulette gespielt.
00:18:05: R. Büchl Zur Erklärung, das muss ich jeder kennen.
00:18:07: R. Büchl Das ist so ein Holzteller, da sind so kleine Vertiefungen mit Zahlen drin und da hat man eine Kugel und einen Kreisel.
00:18:13: R. Büchl und dann dreht man und dann wetzt die Kugel da drin kreuz und quer rum und fliegt dann in so eine Vertiefung rein und dann hat man 20 Punkte oder 50 Punkte und so spielt man miteinander in diesem Teller.
00:18:23: R. Büchl Und mir fiel dann schlagartig ein bei diesem Spiel, jetzt könnte ich Valentina mal zeigen, was Kipppunkte sind und ich habe dann während unserem Spiel nach jeder Runde einen Teller ein Stück Richtung Tischkante geschoben.
00:18:35: R. Büchl Am Anfang hat die Valentina nichts gesagt, sie hat sich vielleicht was gedacht und irgendwann war dann Tellerrand an der Kippkante, da habe ich noch ein Stückchen,
00:18:42: R. Büchl Dann sag ich so, Opa, was machst du denn?
00:18:44: R. Büchl Der Teller kippt runter.
00:18:46: R. Büchl Sag ich, Valentina, das wollt ich jetzt, dass von dir dieses Wort kommt.
00:18:49: R. Büchl Weil jetzt sind wir an dem Thema Kipppunkt, das schwer zu erklären ist, aber das ist mit das schönste Beispiel, weil die Kugel und der Kreisel, das sind wir, das ist unser Leben.
00:18:58: R. Büchl Wir leben heute, wie wenn nichts wäre, in Saus und Braus, alles funktioniert, alles ist O.
00:19:04: R. Büchl K.
00:19:04: R. Büchl Natürlich gibt es Probleme, aber wir sind in dieser Schüssel und irgendjemand schiebt diese Schüssel, das sind wir selber, aber wir merken es nicht.
00:19:11: R. Büchl Richtung Kante und laufen Gefahr, dass wir irgendwann über eine Klimakante kippen.
00:19:16: R. Büchl Und kippen heißt, dann fällt was runter und dann liegt es erstmal unten.
00:19:20: R. Büchl Deshalb muss es nicht ganz kaputt sein, aber es kommt nicht automatisch wieder hoch, sondern es liegt am Boden.
00:19:24: R. Büchl Und das ist genau die Beschreibung, was bei uns auf uns zuläuft mit dem, was jetzt mit dem Klima passiert.
00:19:29: R. Büchl Wir laufen in verschiedenen Bereichen, können wir gleich noch über Überschriften reden, auf so Kipppunkte zu und wenn diese Kipppunkte überschritten sind,
00:19:37: R. Büchl dann gibt es einen unumkehrbaren Vorgang, wo das Ganze nicht mehr zurückgeht.
00:19:41: R. Büchl Wir haben, glaube ich, mal drüber gesprochen.
00:19:43: R. Büchl Im letzten Jahr sind die Korallenriffe weggekippt.
00:19:45: R. Büchl Auf die gehen wir jetzt gar nicht einmal ein, aber das war so ein erstes Beispiel, wo so ein Kipppunkt weltweit kurz besprochen worden ist.
00:19:51: R. Büchl Die Korallenriffe kippen weg oder sind weggekippt und kommen auch so schnell nicht mehr zurück.
00:19:56: R. Büchl Es gibt aber andere Kipppunkte, wie zum Beispiel in der Antarktis.
00:19:59: R. Büchl Das ist die südliche.
00:20:00: R. Büchl Wir haben beim letzten Mal über Norden mit Permafrostflächen gesprochen, die südliche Hemisphäre oder der südliche Polbereich.
00:20:07: R. Büchl Und in dieser Antarktis, da gibt es einen Bereich, der nennt sich Westantarktisches Eisschild und die Wissenschaftler beschäftigen sich dort seit Jahren mit diesem Bereich.
00:20:16: R. Büchl Ich habe das noch nie gehört gehabt, aber kannst du dir vorstellen, was das heißt Westantarktisches Eisschild, was man sich da drunter vorstellen kann.
00:20:24: Enkel Leonhard West Antarktis.
00:20:25: Enkel Leonhard Also, Eisschild ist eine große Fläche von Eis und Westantarktis liegt wahrscheinlich dann im Westen von der Antarktis, oder?
00:20:32: R. Büchl Ja, so ist es.
00:20:33: R. Büchl Und dieses Eisschild, es ist einmal von der Ausdehnung riesig groß, aber vor allem von der Mächtigkeit.
00:20:38: R. Büchl Unglaubliche Mengen an Eis.
00:20:41: R. Büchl Und dieses Eisschild fängt an, auch abzuschmelzen.
00:20:44: R. Büchl Und da haben jetzt Experten Hochrechnungen gemacht und gesagt, wenn das Eisschild wegschmilzt, dann steigt der Meeresspiegel, was schätzt du, wie viel Meter, nur dieses eine Eisschild da im Süden unten?
00:20:54: Enkel Leonhard Einen halben.
00:20:55: R. Büchl 3 Meter.
00:20:56: Enkel Leonhard 3 Meter.
00:20:57: R. Büchl Das kann man ausrechnen.
00:20:58: R. Büchl Und heute ist das was Kaltes.
00:21:01: R. Büchl Wenn es im Meer ist, das Meer wärmt sich auf, ist es was Warmes.
00:21:04: R. Büchl Und mit jedem halben Meter, wo das Meer steigt, berührt das warme Meer Eisflächen, die es heute noch nicht berührt, und schmilzt diese auch wieder ab.
00:21:12: R. Büchl Und damit gibt es so einen Effekt, der heißt, das Eis schmilzt, das Meer steigt, das gestiegene Meer schmilzt wieder Eis weg und damit schaukelt sich das hoch bis zum Punkt,
00:21:24: R. Büchl Wo keiner mehr das auch aufhalten kann, weil es eine natürliche Aufheizung gibt, weil diese kalten Eisflächen, die vor allem auch reflektieren, wie Gletscher, das Sonnenlicht, über das wir beim letzten Mal gesprochen haben, in unserem Treibhaus, das haben die auch wieder zurückgestrahlt in den Weltraum.
00:21:40: R. Büchl eine dunkle Fläche strahlt nichts oder fast nichts zurück.
00:21:43: R. Büchl Die schluckt Energie, die schluckt Energie und das ist zum Beispiel so ein Punkt, das habe ich erst vor ein paar Tagen in einem Bericht gelesen, dass eben Forscher ganz intensiv an dieser Antarktis arbeiten, war für mich jetzt auch neu.
00:21:55: R. Büchl Und dass dort ganz konkrete Hochrechnungen gibt, dass dort auch der Weg bereits in Richtung möglicher Kipppunkte
00:22:01: R. Büchl Punkte führt, wenn wir es nicht schaffen, diesen Prozess der Aufheizung unseres Klimas noch rechtzeitig irgendwo abzubremsen.
00:22:06: Enkel Leonhard Aufheizung des Klimas, das heißt, Kipppunkte vermeiden oder dass es kippt und auch in den Grenzen des Planeten zu sein.
00:22:14: Enkel Leonhard Also habe ich das auch mal gehört.
00:22:15: Enkel Leonhard Planetarische Grenzen neben dem Klimawandel gibt es ja auch noch andere, wie zum Beispiel Ressourcenverbrauch, auf Wasserverbrauch achten.
00:22:24: Enkel Leonhard Wir haben ja auch teilweise jetzt schon Auswirkungen, dass in manchen Regionen der Welt Dürreperioden herrschen, weil einfach kein Grundwasser mehr da ist oder es so tief ist, dass man da fast nicht mehr runterkommt.
00:22:34: Enkel Leonhard Das ist ja, hat ja auch was mit Klimawandel zu tun, dass die Regenzeiten sich verändern, dass weniger Wasser in manche Regionen kommt.
00:22:41: Enkel Leonhard Dafür sehr viel Wasser auf einmal in andere Regionen.
00:22:44: Enkel Leonhard Aber Naturwetterereignisse, da haben wir das letzte Mal schon ein bisschen drüber geredet.
00:22:48: R. Büchl Ja, du hast mit planetarischen Grenzen ein ganz wichtiges Schlagwort angesprochen.
00:22:52: R. Büchl Das haben wir bisher überhaupt noch nicht in den Mund genommen.
00:22:55: R. Büchl Aber da komme ich nochmal kurz zu unserem Planeten, auf dem wir leben.
00:22:58: R. Büchl Das ist ein begrenzter.
00:23:00: R. Büchl Beim letzten Mal mit dem Klima kannst du dich erinnern, hab ich gesagt, wir leben in einem Treibhaus.
00:23:04: R. Büchl Dieses Treibhaus ist ein Haus, da drin wächst alles, was wir zum Essen, Trinken brauchen.
00:23:08: R. Büchl Wir dürfen auch nicht vergessen und das haben wir zwischenzeitlich vergessen, gerade bei uns, wo es uns zu gut geht.
00:23:14: R. Büchl Wir sind biologische Wesen, wir Menschen, mal ganz egoistisch angesehen.
00:23:17: R. Büchl Wir brauchen
00:23:18: R. Büchl Saubere Luft, wir brauchen sauberes Wasser, wir brauchen saubere Nahrung und zwar in genügender Menge.
00:23:24: R. Büchl Und wir brauchen ein ganz bestimmtes Klima, dass wir biologische Wesen leben können und uns dort wohlfühlen.
00:23:31: R. Büchl Und das kommt bisher alles von diesem einen Globus, auf dem wir leben.
00:23:35: R. Büchl Und natürlich produzieren wir Abfälle, Abluft, Abwasser, also Dinge, die wir nicht mehr brauchen, die aber unseren Globus auch schädigen, wenn es zu viel wird, wie zum Beispiel beim Klimagas.
00:23:46: R. Büchl Einen großen Teil kann er aber wegschlucken.
00:23:48: R. Büchl Und die planetarischen Grenzen sind dadurch definiert, dass wir als Menschen nicht mehr verbrauchen, zum Beispiel in einem Jahr, als die Erde nachproduziert, egal was es ist, weil sonst leben wir zu euren Lasten.
00:24:01: R. Büchl Erinnern Sie sich an mein Gebot, keiner lebe zu Lasten eines anderen, zeitversetzt.
00:24:06: R. Büchl Sonst leben wir zu Lasten von anderen, nicht mehr nehmen, was in einem Jahr produziert wird und nicht mehr emittieren, was der Globus in einem Jahr schlucken kann und der kann viel schlucken und da gibt es
00:24:16: R. Büchl Zwischenzeit ja natürlich auch Berechnungen.
00:24:18: R. Büchl Wir liegen derzeit bei 1,7 Erden pro Jahr umgerechnet, die wir verbrauchen.
00:24:24: R. Büchl Das heißt, wir leben heute bereits einwandfrei zu deinen Lasten.
00:24:29: Enkel Leonhard Oder wir suchen uns eine zweite Erde.
00:24:31: R. Büchl Ja, da arbeiten wir natürlich auch dran.
00:24:33: R. Büchl Vielleicht ist es auf dem Mars schöner, wenn wir den mal erreichen.
00:24:36: R. Büchl Ob es das du erreichst, weiß ich nicht, oder vielleicht deine Kinder, aber ich geh mal noch davon aus, dass wir noch die Chance haben, nutzen sollten.
00:24:43: R. Büchl auf diese eine Erde zurückzukommen.
00:24:45: R. Büchl Und wenn man diese 1,7 Erden mal noch mal sieht, wie sich das vergleicht um den Globus, wie das verteilt, dann sind die hochentwickelten Ländern wie Amerika, Europa, auch Deutschland, wir liegen bei 3, 4, 5 Erden pro Jahr, die wir verbrauchen.
00:25:01: R. Büchl Und dafür gibt es einen sehr großen Teil, etwa 60% der Weltbevölkerung, die auf einem relativ niedrigen Lebensstandard leben, wenig verbrauchen, wenig emittieren, die liegen bei 0,5 Erden.
00:25:12: R. Büchl Und
00:25:12: R. Büchl Und nur so kommt überhaupt zustande, dass wir im Schnitt bei 1,7 liegen.
00:25:16: R. Büchl Aber mit 1,7 kannst du sicher nicht leben, weil das heißt, die leben auf Pump und irgendwann sind wir dran und haben entweder eine versaute Erde, in der wir nicht mehr leben können, oder eine Erde, die nicht mehr genug hergibt, um uns mit dem zu versorgen, was wir im Jahr brauchen.
00:25:31: R. Büchl Deshalb war es, glaube ich, ganz gut, dass wir heute mal diese Schleife noch mal geflogen sind, mit der wir vielleicht auch starten hätten müssen, nämlich diese planetarischen Grenzen noch mal bewusst machen, Mensch, biologisches Wesen.
00:25:42: R. Büchl Wenn wir beim Klimawandel sind, fällt mir gerade noch mal spontan ein.
00:25:45: R. Büchl Weißt du, warum jedes Fieberthermometer bei 42 Grad endet?
00:25:48: Enkel Leonhard Ja, weil 42 Grad, wenn es drüber geht, ist das für Menschen nicht mehr überlebenswert.
00:25:53: R. Büchl Ist finito, ne?
00:25:54: R. Büchl Und wir tun so, als wär Hitze, Wärme, wär was, da kann man drüber diskutieren.
00:25:59: R. Büchl Wir müssen ganz egoistisch um unser Überleben kämpfen und da gehört auch dazu, dass wir hitzeempfindlich sind.
00:26:05: R. Büchl Und es gibt ja heute auch von den Medizinern schon Aussagen, dass dieser Anstieg von eineinhalb Grad, der sich ja in Teilbereichen ganz anders auswirkt, dass der auch dazu führt, dass viele Menschen gesundheitlich auch drunter leiden.
00:26:16: R. Büchl Und da ist dieses Fieberthermometer-Vergleich, glaub ich, ein ganz netter Vergleich, um noch mal zu zeigen, dass wir biologische Wesen sind, dass wir empfindliche Wesen sind und schon aus dem Grund alles tun sollten, um unsere Lebensbedingungen, die gerade bei uns hier in Europa, in Deutschland, in Bayern, so toll sind, dass die erhalten bleiben,
00:26:35: R. Büchl nicht bloß für mich, für die paar Jährchen, die ich noch hab, sondern für dich, deine Kinder und deine Enkelkinder.
00:26:41: R. Büchl Und das ist ja die Überschrift unseres Enkeltalks: Wie schaffen wir es für euch, eine lebenswerte Zukunft zu erhalten?
00:26:47: Enkel Leonhard Das ist ein superschönes Schlusswort, da kann ich mich nur anschließen.
00:26:51: Enkel Leonhard Ich erinnere unsere Hörer noch mal dran, wenn es euch gefällt, abonniert es gern, wenn es irgendwo was gibt, damit man die Benachrichtigungen aktivieren könnt.
00:26:59: Enkel Leonhard Dann aktiviert die Benachrichtigungen, damit ihr die nächste Folge auch nicht mehr verpasst.
00:27:04: Enkel Leonhard Und ansonsten würden wir uns wieder über ein Feedback freuen.
00:27:07: Enkel Leonhard Wir lesen uns das alles sehr aufmerksam durch und sind eigentlich sehr stolz darüber.
00:27:11: Enkel Leonhard Bewertet uns gerne und dann hören wir uns bei der nächsten Folge.
00:27:14: R. Büchl Ciao bis zum nächsten Mal.
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